| Von Geburt an
sind wir Menschen soziale Wesen. Schon Neugeborene imitieren
die Mimik ihrer Eltern, ihre Reflexe sind darauf eingestellt,
genährt und getragen zu werden. Ihr ganzes Verhalten ist
darauf ausgerichtet, ihre Eltern an sich zu binden. Und auch
wir Eltern handeln intuitiv richtig, wenn wir ihr Schreien nicht
ignorieren, sondern sie am Herzen tragen. Erst mit der Zeit
entsteht Eigenständigkeit und Individualität, seien
dies die ersten freien Schritte, sei es in der Trotzphase oder
während der Pubertät. Selbst im dicksten Streit sind
die Eltern der wichtigste Bezugspunkt.
Jeder Mensch hat in seinem Leben vielfältige Erfahrungen
gemacht, Eltern haben unterschiedliche Werte und Ziele. Was
für die eine Familie stimmt, empfindet eine andere als
unpassend. Was dem einen Kind hilft, in der Entwicklung voranzukommen,
kann ein anderes stören. Lernen passiert immer im Zusammenhang
mit der Umgebung. Kein Verhalten und keine Ansicht ist per
se richtig, sondern nur, wenn es zu Personen und Situation
passt.
Mein Ziel ist es, Sie zu ermutigen, in jeder Situation neu
zu fragen: Was brauche ich jetzt, damit es mir besser geht?
Was braucht mein Kind? Welche Möglichkeiten habe ich?
Was ist jetzt wirklich wichtig?
Und ich möchte Sie stärken, dies dann gemeinsam
mit Ihrer Familie anzugehen.
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